FRANZ BAUMGARTNER


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Bedingungen ensteht. Er zeigt, dass es keine Hierarchie der Motive gibt, dass selbst der gewöhnlichste, alltäglichste, nichtssagendste Gegenstand in das Geschehen der Wirklichkeitserfassung einführen kann. Er veranschaulicht, in welcher Form die Wirklichkeit aufgelöst werden muss, um im Bild auf authentische Weise neu zu entstehen. Der Betrachter verliert seine Macht über die Dinge; selbst ein banaler Betonbottich bleibt unverfügbar, gibt unserer Wahrnehmungsfähigkeit unlösbare Rätsel auf.

II. Obwohl bei Franz Baumgartner vieles über die Prinzipien der Malerei und über die Transformierung von Wahrnehmung in Bildsprache zu lernen ist, ist er alles andere als ein Konzeptkünstler, der in seinen Gemälden theoretische Vorgaben erprobt. Er ist Maler, und in erster Linie Landschaftsmaler. Und doch zeigt gerade ein Blick auf jene Landschaften, die viel eher dem klassischen Genre zuzurechnen wären als 'großer Bottich' und 'Parkplatz', dass auch das Malen von Landschaften sich einer abbildlichen Übereinstimmung mit der Wirklichkeit grundlegend entzieht.
'Zena', entstanden 2001, eröffnet, wieder ins Monumentale übersetzt, den Blick auf einen italienischen See, den" Lago di Bolsena", der südlich von Orvieto liegt. Wir sehen im Vordergrund einen Platz, der in der Mitte zum See hin sich öffnet; wir sehen Bäume, die Schatten der Bäume, Rasenstücke, einen Kiosk am Strand, den See und den Himmel. Die Farben sind gedämpft, ockergrau der Platz, von bleifarbenem Blau der See und der Himmel. Jedes Detail ist präzise gestaltet, und ganz natürlich flirrt das Licht in den Wipfeln der Palmen. Und obwohl alles, was wir von einem Landschaftsmotiv gemeinhin erwarten, auch in 'Zena' vorhanden ist, folgt auf den ersten Eindruck die sonderbare Einsicht, dass diesem Bild eigentlich alles fehlt, was unsere Erfahrungen mit Landschaft - insbesondere italienischer Landschaft - geprägt hat. Zunächst einmal findet sich keinerlei Möglichkeit auf eine topographische Zuordnung. Der Blick fällt auf einen menschenleeren Platz und einen namenlosen See. Die Information, dass es sich um den" Lago di Bolsena" handelt, verdanken wir einer mündlichen Aussage des Künstlers. Im Bild scheint ihm